Freiraum durch Tanzen. Tanzsport

Tanzen

Seit jeher ist der Tanz ein Ausdruck von Lebensfreude und Leidenschaft, aber auch ein Zeichen des Wiederstandes gegen Unterdrücker und Unnützlinge.
Folkloristische, historische und spirituelle Tänze.
So ist der Tango schon sehr früh ein fester Bestandteil der Volkskultur am Río de la Plata geworden. Zwar war er bei der Oberschicht ( den Unnützlingen ) verpönt, den sein Ursprung in den Armenvierteln machte ihn für sie nicht akzeptabel. Wo es ging wurde er ignoriert und schlecht gemacht, doch das kümmerte die Mehrheit der Bevölkerung kein bisschen. Um 1900 wollte Papst Pius X, der den Tango als sündhaft bezeichnete, denselbigen den Gläubigen verbieten. Doch einem mutigen Tänzer namens Casimiro Aín gelang es den Tango vor dem Heiligen Stuhl zu tanzen und Papst Pius X von seinem Irrtum zu überzeugen.

„Für den Tango existiert kein Volk als abstrakte Einheit oder als Ideal. Der Tango kennt nur den Menschen aus Fleisch und Blut.“– José Gobello

Auch als Südamerika von einer Reihe brutalster Militärs vergewaltigt wurde deren Lebensinhalt aus Gefängnis, Folter und Tod bestand, wurde der Tango für die Bevölkerung eine Ausdrucksformen für ihr Leid und ihre Trauer.

Gospels
In den rund 250 Jahren der Sklaverei wurden etwa 10 Millionen Menschen mit dunkler Hautfarbe verschleppt und ausgebeutet. Immerhin gestatteten ihnen die Ausbeuter das Abhalten von Gottesdiensten. So entstanden mit der Zeit eigenständige schwarze Kirchen und die afrikanische Religiosität peppte die christliche Lehre auf. Musik, Tanz und Gesang der unterdrückten Menschen zog in die Kirchen ein und Jazz-Elemente machten die Gospels rhythmisch intensiv, zupackend und vitaler.